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Commerzbank möchte für Milliardenhilfen erneut keine Gebühren zahlen

Die Commerzbank gehörte zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Die zweitgrößte deutsche Privatbank geriet nach der Übernahme der Dresdner Bank stark ins Trudeln und musste vom Staat gerettet werden. Etwa ein Viertel der Commerzbank gehört nun den Steuerzahlen, nachdem sie mit staatlichen Hilfen in Höhe von 18,2 Milliarden Euro gestützt wurde. Dieses Geld sollte jedoch nicht Zinslos zur Verfügung stehen, sondern ist an Auflagen gebunden. Jährlich wurden etwa 1,5 Milliarden Euro Zinsen vereinbart, welche die Commerzbank an den Staat zurück zahlen muss.

Im letzten Jahr konnte die Commerzbank bereits die Zinszahlungen aussetzen, da die Bilanz negativ ausgefallen ist und das Kreditinstitut mit einem Verlust das Jahresergebnis beendet hat. Inzwischen wurde bekannt, dass offensichtlich auch im Jahr 2010 versucht wird erneut mit einer negativen Bilanz abzuschließen, um erneut die Zinsen in Milliardenhöhe nicht zahlen zu müssen. Besonders dreist erscheint dies, nachdem die Commerzbank inzwischen wieder satte Gewinne erwirtschaftet. Im zweiten Quartal 2010 machte die Commerzbank einen Gewinn von 352 Millionen Euro, zumindest wenn man die internationalen Bilanzregeln zu Grunde legt.

Offensichtlich spekuliert man bei der Commerzbank darauf nach internationalen Bilanzregeln mit einem Gewinn das Geschäftsjahr abzuschließen und nach deutschen Regeln trotzdem noch rote Zahlen in der Bilanz auszuweisen. Das wäre juristisch denkbar und würde erneut die Zinszahlungen aushebeln. Politiker aus Union und FDP zeigen sich aufgrund dieser Missstände sehr verärgert. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler sagte gegenüber dem Handelsblatt: „Es kann nicht sein, dass die Commerzbank zulasten des Steuerzahlers Bilanzspielräume nutzt und weiter die Zinszahlungen aussetzt“. In der Politik möchte man die Commerzbank nun dazu drängen unter allen Umständen die vereinbarten Zinsen zu bezahlen. Angesichts steigender Gewinne scheint dies auch nur gerecht zu sein, schließlich handelt es sich bei den Milliardenhilfen um das Geld der Steuerzahler, also jedes einzelnen Bundesbürgers.


Wege aus der Krise Teil 3: Bundeswertpapiere der Staat als Schuldner

Eine der sichersten Geldanlagen auf dem deutschen Kapitalmarkt sind Bundeswertpapiere. Bei den Bundeswertpapieren tritt der Staat als Schuldner für sämtliche Einlagen ein. Aus genau diesem Grund gelten Bundeswertpapiere, als besonders sicher, schließlich haftet die Bundesrepublik Deutschland als ganzen für diese Gelder. Die Haftung wird durch sämtliche Steuereinnahmen abgedeckt. Bei Bundeswertpapieren unterscheidet man unter anderem Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen sowie Finanzierungsschätze.

Der Preis für die hohe Sicherheit sind vergleichsweise niedrige Zinsen. Der Staat als Schuldner ist von daher eher für konservative Anleger interessant. Wer jedoch langfristig anlegen und sparen möchte, profitiert von deutlich besseren Zinssätzen. Bundeswertpapiere haben einen gestaffelten Zins, bei dem vor allem eine Anlagedauer von mehreren Jahren immer attraktiver wird.

Je nach gewünschter Laufzeit und individuellem Sparziel gibt es verschiedene Möglichkeiten und Produkte, die angeboten wurden. Auch für kurzfristige Sparanlagen gibt es auf http://www.bundeswertpapiere.de moderne Anlagemöglichkeiten. So geht man auch beim Staat mit der Zeit und bietet Alternativen zum Tagesgeld an. Deutlich attraktiver werden die Zinsen allerdings bei mehrjährigen Anlagen. Sparer profitieren dabei von der hohen Sicherheit des Staats als Schuldner und erhalten dennoch gute Renditechancen. Die bekannteste langjährige Anlageform sind Bundesschatzbriefe, welche auf ca. 6 bis 7 Jahre ausgelegt sind. Interessant als Altersvorsorge sind Bundesanleihen, welche bis zu 30 Jahre gehalten werden.

Wer sich überlegt Bundeswertpapiere zu kaufen, sollte dies möglichst nicht über die Bank ordern. Bei der Bank werden Depotkosten und Verwaltungskosten berechnet, die Sie komplett sparen können, wenn Sie direkt bei der Deutschen Finanzagentur in Frankfurt kaufen. Bei der Bundeswertpapierzentrale können Endkunden direkt Ihre Spareinlagen halten. Das spart erhebliche Gebühren, denn dort fallen keine Depotkosten und keine Verwaltungskosten an. Die eigenen Wertpapiere können bei der Finanzagentur kostenfrei gehandelt und gelagert werden.

Was abschließend bleibt, ist die Frage, ob Bundeswertpapiere als Alternative zum Euro geeignet sind. Prinzipiell handelt es sich um eine der sichersten Anlagemöglichkeiten. Von daher wäre ein Investment beim Staat durchaus eine interessante Möglichkeit. Ein Restrisiko bleibt allerdings, denn wenn die Bundesrepublik Deutschland ein ähnliches Szenario wie Griechenland erlebt, sind auch diese Gelder in Gefahr. So lange Deutschland allerdings nicht pleite geht, können Anleger guten Gewissens Bundeswertpapiere kaufen und halten.


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