Archive for Juli, 2010

Staatsbankrott: Berlin arbeitet am Insolvenzplan

Angesichts der beinahe Pleite von Griechenland, die immer noch nicht endgültig abgewendet ist, bleibt die Sorge um Staatsbankrotte in der EU. Auch Portugal und Spanien sind potenzielle Kandidaten für einen möglichen Staatsbankrott. Wenn diese Spirale einmal in Bewegung gerät, könnten weiter EU-Staaten folgen, möglicherweise sogar Deutschland. Angesichts dieser realen Gefahr ist es kein Wunder,  dass man in Berlin bereits an einem Insolvenzplan arbeitet. Das „geordnete Pleitegehen“ eines Staates hält auch Angela Merkel nicht für ausgeschlossen. Sie hat sogar ganz konkrete Vorschläge dazu in Brüssel gemacht.

Bislang schließt Brüssel das gezielte Pleite gehen in der Eurozone aus. Soetwas werde es nicht geben, weshalb Angela Merkels Vorschlag dort auch auf taube Ohren stieß. Die Grundidee dahinter ist nicht neu und wurde in den vergangen Jahrhunderten immer wieder praktiziert. Ein sogenannter „Default“ ist nichts anderes als ein Vergleich. Wenn ein Staat seine Schulden nicht mehr bedienen kann, kommt es zu einer Neuordnung. Dabei wird mit den Gläubigern eine Vereinbarung getroffen, bei der meist niedrigere Zinsen und ein teilweise Erlass der Tilgung ausgehandelt wird.

In jüngerer Vergangenheit gab es ähnliche Vergleiche bzw. Neuordnungen der Schulden bei Anleihen in Russland, der Ukraine und Argentinien. Besonders heftig wurden die Schulden in Argentinien im Pleitejahr 2001 gestutzt. Es wurden damals Anleihen im Wert von 82 Milliarden Dollar nicht mehr bedient. Vereinfacht bedeutet dies, Argentinien wurde die unvorstellbare Summe von 82.000.000.000,00$ erlassen. Nach diesem Beispiel möchte man nun offensichtlich auch in Berlin den Euro und die EU-Staaten retten. Ein Insolvenzplan für den Fall der Fälle ist längst beschlossene Sache, auch wenn dies in den Medien nicht breit getreten wird.


Vermögensverteilung in Deutschland nach der Finanzkrise

Der aktuelle Global Wealth Report 2010 gibt interessante Zahlen und Auswirkungen nach der Finanzkrise bekannt. Im „Weltweiten Reichtums Bericht“ wurde die Vermögensverteilung und Entwicklung auf der ganzen Welt analysiert. Auch für Deutschland gibt es interessante Einblicke, die man so nach der Finanzkrise wahrscheinlich nicht erwartet hätte.

Eine besonders interessante Information ist die Zahl der Millionäre. So haben weltweit weniger als 1% der Haushalte ein Vermögen von über 1 Million Dollar. Vereinfacht ist weniger als jeder hundertste Millionär. 99% leben in mittleren oder schwachen Vermögensverhältnisse. Umso erstaunlicher ist bei dieser Betrachtung, dass gerade diese geringe Zahl der Millionäre einen Großteil der Vermögenswerte weltweit stellt.

Etwa 38% aller Vermögenswerte weltweit stammen aus dem Anlagevermögen von Millionären. Das zeigt den enormen Einfluss der Oberschicht auf die Finanzmärkte. Man könnte auch sagen, dass die kleine Zahl der Millionäre fast 40% des Finanzmarktes beherrschen. Dabei ist Europa eine der reichsten Regionen der Welt mit Vermögenswerten von 37,1 Billionen Dollar.

Angesichts dieser Zahlen müsste man davon ausgehen, dass besonders die Millionäre von der Finanzkrise betroffen waren. Tatsächlich ist es aber so, dass seit der Krise in 2008 bis zum Jahr 2009 sogar 23% mehr Millionärshaushalte alleine in Deutschland entstanden sind. Die Zahl der Millionäre steigt also, entgegen der Erwartungen und das Weltweit. In Asien gab es sogar weit über 30% mehr Millionäre. Spitzenreiter im gleichen Zeitraum sind Singapur (35%) und Malaysia (33%).

Vergleicht man diese Entwicklungen, wird schnell klar, dass sich die Verluste der Finanzkrise wieder ausgeglichen haben. Durch die Zuwächse bei den Millionären sind die Vermögenswerte wieder auf einem ähnlich hohen Wert, wie vor der Finanzkrise. Die Verlierer sind die durchschnittlichen und niedrigen Haushalte. Hier gab es kaum Veränderungen, sondern nur eine Stagnation.

Die Ursachen liegen offensichtlich in der größten Risikobereitschaft der Oberschicht. Dort lässt man das Geld arbeiten, während der gewöhnliche Arbeiter nach Leistungen und Arbeitszeit bezahlt wird. Es ist ein ungerechtes Kräftemessen, bei der am Ende immer die stärkeren gewinnen.


Wege aus der Krise Teil 4: Aktien

Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch zu sein. Wege aus der Krise und Aktien, wie kann das zusammen passen? Warum sollten Aktien eine sichere Alternative zum Euro sein. Gerade für Laien scheint diese Vorstellung sehr abwegig, doch wer einmal genauer die Zusammenhänge betrachtet, wird eines Besseren belehrt. Zunächst sollte man unterscheiden, unter welchen Voraussetzungen man Aktien kauft. Konservative Anleger, die vor allem Wert auf hundertprozentige Sicherheit und Kapitalschutz legen, sollten keine oder nur sehr wenig Aktien kaufen. Die Kursschwankungen an der Börse sind einfach immer gegeben und von daher eigenen sich Aktien nur bedingt für konservativ eingestellte Anleger.

Interessant wird es nun, wenn man Aktien mit dem Euro vergleicht. Was passiert, wenn der Euro zusammen bricht und eine totale Geldentwertung eintrifft? In diesem Fall sind alle Sparkonten, Sparbücher, Tagesgeld, Festgeld und ähnliche rein auf dem Papierwert Euro basierende Kapitalanlagen nahezu wertlos. Bei Aktien sieht es dagegen wesentlich besser aus. Zwar wird es auch an den Börsen erhebliche Kursverluste geben, jedoch behalten Anleger selbst bei einer Entwertung des Euros den verbrieften Wert der Aktien. Was dabei entscheidend ist, liegt auf der Hand. Aktien werden zwar in Euro gehandelt, jedoch handelt es sich um verbriefte Unternehmensanteile. Ein Unternehmen wird nicht automatisch wertlos, nur weil eine Währung zusammen bricht.

Das bedeutet, wer jetzt 100 Aktien eines Unternehmens seiner Wahl kauft, wird auch nach einem Zusammenbruch des Euro noch 100 Aktien desselben Unternehmenes besitzen. Der innere Wert ist weiterhin vorhanden. Es wird eine Währungsreform kommen und so schnell wie möglich eine neue Währung nach dem Euro eingeführt. Die Aktien werden dann nach kurzer Zeit einfach weiter gehandelt, dann mit der neuen Währung. Aktionäre kommen also bei einer großen Inflation mit einem lachenden Auge davon, während die konservativen Anleger mit deren Sparkonten in Euro fast alles verloren haben.

Ob es wirklich soweit kommt und durch eine große Inflation der Euro kippen wird, ist ungewiss. Wer größere Ersparnisse hat, sollte aber in jedem Fall das Kapital streuen. Wer sich noch einmal unser Spezial zum Thema „Wege aus der Krise“ anschaut, wird schnell erkennen, dass Gold, Investmentfonds, Bundesanleihen und Aktien jeweils Vor- und Nachteile haben, jedoch als Kapitalschutz zumindest teilweise angeschafft werden sollten.


Wege aus der Krise Teil 3: Bundeswertpapiere der Staat als Schuldner

Eine der sichersten Geldanlagen auf dem deutschen Kapitalmarkt sind Bundeswertpapiere. Bei den Bundeswertpapieren tritt der Staat als Schuldner für sämtliche Einlagen ein. Aus genau diesem Grund gelten Bundeswertpapiere, als besonders sicher, schließlich haftet die Bundesrepublik Deutschland als ganzen für diese Gelder. Die Haftung wird durch sämtliche Steuereinnahmen abgedeckt. Bei Bundeswertpapieren unterscheidet man unter anderem Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen sowie Finanzierungsschätze.

Der Preis für die hohe Sicherheit sind vergleichsweise niedrige Zinsen. Der Staat als Schuldner ist von daher eher für konservative Anleger interessant. Wer jedoch langfristig anlegen und sparen möchte, profitiert von deutlich besseren Zinssätzen. Bundeswertpapiere haben einen gestaffelten Zins, bei dem vor allem eine Anlagedauer von mehreren Jahren immer attraktiver wird.

Je nach gewünschter Laufzeit und individuellem Sparziel gibt es verschiedene Möglichkeiten und Produkte, die angeboten wurden. Auch für kurzfristige Sparanlagen gibt es auf http://www.bundeswertpapiere.de moderne Anlagemöglichkeiten. So geht man auch beim Staat mit der Zeit und bietet Alternativen zum Tagesgeld an. Deutlich attraktiver werden die Zinsen allerdings bei mehrjährigen Anlagen. Sparer profitieren dabei von der hohen Sicherheit des Staats als Schuldner und erhalten dennoch gute Renditechancen. Die bekannteste langjährige Anlageform sind Bundesschatzbriefe, welche auf ca. 6 bis 7 Jahre ausgelegt sind. Interessant als Altersvorsorge sind Bundesanleihen, welche bis zu 30 Jahre gehalten werden.

Wer sich überlegt Bundeswertpapiere zu kaufen, sollte dies möglichst nicht über die Bank ordern. Bei der Bank werden Depotkosten und Verwaltungskosten berechnet, die Sie komplett sparen können, wenn Sie direkt bei der Deutschen Finanzagentur in Frankfurt kaufen. Bei der Bundeswertpapierzentrale können Endkunden direkt Ihre Spareinlagen halten. Das spart erhebliche Gebühren, denn dort fallen keine Depotkosten und keine Verwaltungskosten an. Die eigenen Wertpapiere können bei der Finanzagentur kostenfrei gehandelt und gelagert werden.

Was abschließend bleibt, ist die Frage, ob Bundeswertpapiere als Alternative zum Euro geeignet sind. Prinzipiell handelt es sich um eine der sichersten Anlagemöglichkeiten. Von daher wäre ein Investment beim Staat durchaus eine interessante Möglichkeit. Ein Restrisiko bleibt allerdings, denn wenn die Bundesrepublik Deutschland ein ähnliches Szenario wie Griechenland erlebt, sind auch diese Gelder in Gefahr. So lange Deutschland allerdings nicht pleite geht, können Anleger guten Gewissens Bundeswertpapiere kaufen und halten.


Wege aus der Krise Teil 2: Investmentfonds Chance und Risiken

Wirklich sichere Alternativen zum Euro gibt es wenige. Zwar ist jedem bewusst, dass die Gefahr einer Geldentwertung sehr hoch ist, doch ist guter Rat teuer. Wohin mit dem Ersparnissen? Im nun zweiten Spezial zum Thema möchten wir Investmentfonds als interessante Alternative einmal näher betrachten. Investmentfonds sind in Deutschland sehr beliebt und gehören zu den nachgefragtesten Anlageformen. Inzwischen besitzen mehr als 15 Millionen Deutsche Investmentfonds als Kapitalanlage. Gerade Kleinanleger können mit einem guten Investmentfonds überdurchschnittliche Renditen erzielen.

Die Zinsentwicklung ist bei dieser Betrachtung einmal nebensächlich. Wir möchten nur wissen, ob ein Investmentfonds vom Kapitalschutz besser geeignet ist, als der Euro als reines Papiergeld ohne Gegenwert. Betrachtet man die letzten 200 Jahre, hatte Papiergeld immer nach einigen Jahren bzw. Jahrzehnten ausgedient und wurde von einem Nachfolger abgelöst. Das kann herbe Verluste oder sogar eine völlige Entwertung der Ersparnisse bedeuten. Wie sieht es bei Investmentfonds aus? Im Vergleich zum Euro handelt es sich bei Investmentfonds um eine deutliche sicherere Anlageform.

Entscheidend bei einem Investmentfonds ist die gesonderte Absicherung der Gelder. Ein Investmentfonds funktioniert nach dem einfachen Prinzip, dass Gelder eingezahlt werden und davon dann ein Gegenwert gekauft wird. Dies können Immobilien sein oder Aktien oder Rentenpapiere usw. Der Anleger erhält einen verbrieften Anteil am Investmentfonds und ist somit Mitbesitzer.

Das investierte Kapital in einem Investmentfonds ist Sondervermögen. Folglich ist dies ein separiertes Vermögen, welches nur den Anlegern gehört und in nicht Teil einer Bankbilanz ist. Das Fondsvermögen ist geschützt und bleibt vorhanden, selbst wenn die Investmentgesellschaft zusammenbrechen sollte. Bei einem solchen unrealistischen Fall verwaltet die Depot-Bank sämtliche Gelder. Diese wäre dann auch verpflichtet die Einlagen der Anleger zurück zu zahlen.
Betrachtet man diese Faktoren, wird schnell deutlich, dass ein Investmentfonds tatsächlich eine sehr sichere Geldanlage ist. Durch die verbrieften Besitzanteile und einen realen Gegenwert, kann das Kapital niemals wertlos sein. Wer dagegen seine Ersparnisse nur in den Euro setzt und beispielsweise auf einem Sparkonto oder Festgeldkonto parkt, hat dagegen das Risiko eines Totalverlusts. Selbstverständlich wäre dies nur dann möglich, wenn eine Währungsreform kommt und der Euro über Nacht wertlos wäre.

Ist ein Investmentfonds also die perfekte Alternative zum Euro? Leider kann man diese Frage nicht mit einem klaren ja beantworten. Was bleibt ist das Kursrisiko. Es gibt die Chance auf deutliche Gewinne und Wertzuwachse, aber auch das Risiko von Kursverlusten. Konservative Sparer sollten Immobilienfonds wählen, bei denen sich die Kursschwankungen in der Regel im Rahmen halten.


Wege aus der Krise Teil 1: Gold als sichere Alternative?

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch lange nicht überwunden, auch wenn die Meldungen und Nachrichten in den Medien aktuell wieder etwas nachgelassen haben. Es bleibt die Ungewissheit um den Euro. Werden weitere Staaten in Europa Pleite gehen? Eine seriöse Antwort kann dazu zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand geben. Eindeutig ist jedoch der gigantische Rettungsschirm für den Euro, welcher ganz klar gezeigt hat, wie ernst es bereits um den Euro stand.

Die Kapitalmärkte sind unberechenbar. So lange noch gegen den Euro spekuliert wird, bleibt auch die Gefahr einer großen Inflation. Dabei würde quasi über Nacht eine Geldentwertung eintreten und alle Ersparnisse und sämtliches Bargeld der Bürgen in ganz Europa wären ungültig bzw. nichtig und wertlos.
Anleger sollten jetzt vorsorgen und zumindest einen Teil der Ersparnisse anderweitig investieren. Dabei ist es gar nicht so einfach sichere Alternativen zum Euro zu finden. Jede Kapitalanlage hat bestimmte Vor- und Nachteile. Insbesondere auf Risiken möchten wir Sie in diesem mehrteiligen Spezial hinweisen.

Zahlreiche Kleinanleger sind zwischenzeitlich auf Gold und Silber ausgewichen. Das hat in den letzten Jahren den Goldpreis und auch Silberpreis in astronomische Höhen steigen lassen. Sowohl Gold und auch Silber haben kürzlich die höchsten Kurswerte seit Jahrzehnten erreicht. Wer jetzt noch in Gold einsteigen möchte, geht möglicherweise eine sehr großes Risiko ein. Es hat sich eine mächtige Spekulationsblase entwickelt, die jederzeit platzen kann. Die Folge wären herbe Kursverluste, die unbedingt einkalkuliert werden sollten.

Das Kursrisiko ist beim Kauf von Gold und Silber ein wichtiger Faktor. Zwar ist das Edelmetall als solches eine der sichersten Alternativen zum Euro, jedoch kann dessen Gegenwert erheblich im Kurs fallen. Der physische Wert wird aufgrund der Seltenheit von Gold immer vorhanden sein, nur gibt es dafür keinen festgelegten Preis. Über die vergangenen Jahre hat sich der Goldpreis mehr als verfünffacht. Nach einem so rasanten Anstieg sind auch deutliche Rückgänge jederzeit möglich.

Der Anleger muss also immer die möglichen Kursverluste beim Kauf von Gold mit einplanen. Rein vom Kursrisiko betrachtet ist Gold keine konservative Anlage. Es sind überdurchschnittlich hohe Gewinne möglich, genauso wie große Verluste. Was bleibt ist immer nur das Gold oder Silber, welches man nur verkaufen sollte, wenn der Goldpreis bzw. Silberpreis gerade gut steht.

Eine 100% sichere Geldanlage ist Gold unter diesen Gesichtspunkten also keinesfalls. Es bietet einen langfristigen Inflationsschutz, birgt aber enorme Kurschwankungen und mögliche Verluste.


Worin unterscheiden sich KFZ Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung?

Viele Verbraucher sind verunsichert, wenn es um die KFZ Versicherung geht. Es gibt zahlreiche Fachbegriffe wie die KFZ Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung. Doch was macht überhaupt Sinn und welche Versicherung ist Pflicht?

Um in Deutschland ein Auto überhaupt zulassen zu können, verlangt der Gesetzgeber eine nachgewiesene KFZ Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung ist also immer Pflicht und deckt alle Schäden ab, welche vom Versicherten verursacht worden sind. Wenn Sie also selbst einen Unfall verursachen und Schuld haben, greift die KFZ Haftpflichtversicherung. Darüber sind auch Verletzungen an Personen abgesichert oder Schäden an fremden Sach- oder Vermögenswerten.

Der Unterschied zur Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung ist, dass bei diesen auch noch die Schäden am eigenen Auto mitversichert sind. Bei der KFZ Haftpflichtversicherung gibt es keinen Versicherungsschutz für das eigene Auto. Es ist daher kaum ratsam nur eine KFZ Haftpflichtversicherung abzuschließen, es sei denn der Wert des eigenen Autos ist sehr gering. Bei Fahranfängern, Schülern oder Studenten, die ein sehr altes Auto fahren, ist es allerdings ratsam auf die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung zu verzichten. Die Versicherungskosten wären teurer, als der Restwert des Autos.

Wenn das eigene Auto jedoch noch einige tausend Euro Wert ist oder es sich sogar um einen Neuwagen handelt, ist eine Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung unbedingt ratsam. Versicherungskunden müssen sich hierbei nur entscheiden, ob alle potenziellen Schäden abgedeckt werden sollen oder nur die wichtigsten. Nur die Vollkaskoversicherung deckt nahezu alle erdenklichen Schäden ab, ist jedoch entsprechend teurer.

Abschließen bleibt eine einfache Empfehlung: Neuwagen sollten mit einer KFZ Haftpflichtversicherung und Vollkaskoversicherung abgedeckt werden. Mittlere Gebrauchtwagen mit einer KFZ Haftpflichtversicherung und Teilkaskoversicherung und bei sehr alten Autos, macht nur noch die gesetzlich vorgeschriebene KFZ Haftpflichtversicherung alleine Sinn.


Die private Krankenversicherung und der Risikozuschlag

Wer sich überlegt zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln, sollte über den sogenannten Risikozuschlag Bescheid wissen. Im Gegensatz zu einer gesetzlichen Krankenkasse kann eine private Krankenversicherung eine Annahmeprüfung durchführen. Dabei werden vor der Aufnahme des Antragstellers die gesundheitlichen Umstände, d.h. mögliche Vorerkrankungen oder langfristige bzw. chronische Leiden abgefragt. Man spricht deshalb auch von der Gesundheitsprüfung, nach der sich dann entscheidet ob der Antragssteller bei der privaten Krankenversicherung angenommen wird, oder nicht.

Die gute Nachricht für Versicherte: Diese Risikoprüfung ist ausschließlich bei der Antragstellung erlaubt. Wer bereits in einer privaten Krankenversicherung ist, muss diese Gesundheitsprüfung nicht mehr während der laufenden Versicherungszeit mitmachen. Sollten im späteren Verlauf zusätzliche Gesundheitsrisiken hinzukommen, darf die private Krankenversicherung nicht mehr abstrafen oder die Beitragssätze deshalb anheben. Diese Information kann sich unter Umständen für Verbraucher auszahlen, denn nicht selten wird trotzdem versucht höhere Beiträge zu erheben.

Zum Versicherungsbeginn entscheidet allerdings die private Krankenversicherung je nach Vorerkrankungen oder Risikoeinstufung, in welchem Umfang die Leistungen abgedeckt sind. Bei bestimmten Risikogruppen können auch einzelne Leistungen eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Dies erfahren Verbraucher allerdings bereits im Vorfeld und können dann immer noch abwägen, ob das Angebot der privaten Krankenversicherung angenommen wird oder nicht.

Verbraucher sollten sich in jedem Fall darauf einstellen, dass bei einem Antrag auf die private Krankenversicherung eine Selbstauskunft verlangt wird. Dabei werden mögliche Vorerkrankungen oder Krankenhausaufenthalte abgefragt. Eventuell werden auch schriftlichte Bericht vom Hausarzt angefordert, was allerdings kein Problem darstellen sollte. Sehr weit zurück liegende Gesundheitsprobleme sind allerdings nicht mehr von Bedeutung. Für die private Krankenversicherung ist nur relevant, welche Gesundheitsprobleme und Risiken aktuell noch Bestand haben.

Trotz der Gesundheitsprüfung bleiben die Angebote der privaten Krankenversicherung für viele Selbstständige und Unternehmer äußerst attraktiv. Selbst mit einem eventuellen Risikoaufschlag liegen die monatlichen Kosten teilweise erheblich unter den gesetzlichen Krankenkassen. Die Leistungen sind in der Regel ebenfalls zwei Klassen besser und rechtfertigen sogar leicht teurere Tarife. Gut für Verbraucher ist außerdem, dass Risikozuschläge auch wieder wegfallen, sobald der Versicherte beispielsweise nicht mehr raucht oder eine chronische Krankheit überwindet.


Ratenkredit oder Dispositionskredit die Vorteile und Nachteile

Ein Kredit ist für die meisten Deutschen mittlerweile ein fester Bestandteil des Alltags. Knapp 40% der Deutschen finanzieren Ihr Leben zumindest zeitweise auf Kredit. Immobilienkredite sind bei dieser Statistik ausgenommen, da diese langfristig sind. Würde man diese dazu nehmen würde weit mehr als jeder zweite Deutsche einen Kredit nutzen. Für den Verbraucher bedeutet es Flexibilität und die Möglichkeit noch vor Eingang von Lohn oder Gehalt über mehr Geld zu verfügen, als eigentlich vorhanden ist.

Die verbreiteteste Kreditmöglichkeit ist der Dispositionskredit. Der Name ist möglicherweise nicht so geläufig, aber fast jeder hat diesen Kredit bereits genutzt. Sobald das Guthaben auf dem Girokonto verbraucht ist und der Kontostand ins Minus rutscht, gewährt die Bank einen Kredit. Dieser Despositionskredit oder umgangssprachlich auch Überziehungskredit ist im Vergleich allerdings sehr teuer. Die Bank verdient sehr gut daran, wenn Konten überzogen werden. Teilweise mehr als 10% Kreditzinsen fallen so für ein Girokonto an, das einen negativen Saldo aufweist. Der Vorteil beim Dispositionskredit ist allerdings die schnelle und unkomplizierte Nutzung. Es ist nicht erforderlich zu begründen wofür und wie lange das Girokonto mit einem Kredit belastet wird.

Die Alternative zum Dispositionskredit ist der Ratenkredit. Der Unterschied zum Überziehen des Girokontos liegt allerdings in bestimmten Voraussetzungen, insbesondere monatliche Geldeingänge als Sicherheit werden von der Bank verlangt. Dies sollte allerdings kein Problem darstellen und ist meist nur eine Formalität. Wenn für mehrere Wochen oder Monat ein Kredit benötigt wird, ist ein Ratenkredit die erste Wahl. Die Kreditzinsen sind deutlich günstiger, als bei einem Dispositionskredit. Aus diesem Grund gibt es auch deutliche Zuwächse bei den Ratenkrediten, denn immer mehr Verbraucher benötigen für mehrere Monate oder auch Jahre einen möglichst günstigen Kredit. Dennoch gehen auch beim Ratenkredit die Konditionen weit auseinander, weshalb Verbraucher unbedingt vergleichen sollten.

Mit unserem Kredit Vergleich finden Sie den für Sie optimalen Ratenkredit. Geben Sie einfach die gewünschte Kreditsumme und die Laufzeit ein und Sie erhalten sofort eine Übersicht der verschiedenen Kreditangebote. Vergleichen Sie die Kreditzinsen und Gebühren und sparen Sie erhebliche Kosten. Die von uns vermittelten Kredite sind oftmals wesentlich günstiger als bei Volksbanken und Sparkasse bzw. Ihrer Hausbank vor Ort.


Was Sie beim P-Konto bzw. Pfändungsschutzkonto beachten müssen

Verbraucher bekommen mit dem neuen P-Konto seit dem 01.07.2010 die Möglichkeit sich vor Pfändungen durch Gläubiger schützen. Ein P-Konto ist ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto, das eine Sonderform des Girokontos ist. Der Gesetzgeber hat klar geregelt, dass pro Person 985,15 Euro im Monat verbleiben dürfen. Dieser sogenannte Pfändungsschutz kann von Gläubigern bei einem P-Konto nicht mehr gepfändet werden.

Dadurch ist gewährleistet, dass auch in überschuldeten Haushalten bzw. Familien die monatliche Grundsicherung zum Leben bleibt. Bei Familien mit Kindern, die Kindergeld beziehen erhöht sich die monatliche Mindestgrenze von 985,15 Euro entsprechend weiter nach oben um den Kindergeldbetrag. Auch eine monatliche Unterhaltspflicht erhöht den monatlichen Pfändungsschutz

Ein P-Konto kann auf Antrag bei der Bank eingerichtet werden. Der übliche Weg dabei ist, dass zunächst ein gewöhnliches Girokonto eröffnet wird, das dann zum P-Konto gewandelt wird. Auch bestehende Girokonten können seit dem 01.07. zu einem P-Konto geändert werden. Allerdings ist pro Bürger nur ein P-Konto erlaubt. Es sollte deshalb das Girokonto gewählt werden, auf dem die meisten Eingänge vorhanden sind, sofern mehrere Girokonten vorhanden sind.

Insbesondere Selbstständige profitieren von einem P-Konto, da erstmals auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit geschützt sind. Entscheidend ist nur, dass diese unter der Grenze von 985,15 Euro liegen, sofern keine weiteren Erhöhungen durch Kindergeld oder Unterhaltsverpflichtungen bestehen. Werden in einem Monat weniger als 985,15 Euro bei einem P-Konto verbraucht, lassen sich nicht verbrauchte Überschüsse auf den Folgemonat übertragen. Die Grundsicherung bleibt also in jedem Fall gewährleistet.

Verschuldete Verbraucher profitieren durch die neuen Regelungen, da deren Rechte gestärkt werden. Verbraucherschützer warnen allerdings davor, ohne zwingenden Grund ein P-Konto einzurichten. Neben zusätzlichen Kosten ist vor allem der damit verbundene Schufaeintrag problematisch. Die Bank muss an die Schufa melden, wenn ein P-Konto eingerichtet wurde, damit sicher gestellt ist, dass bei anderen Banken kein zweites P-Konto eröffnet werden kann. Ein solcher Schufaeintrag gefährdet allerdings die Kreditwürdigkeit. Deshalb sollte ein P-Konto nur bei ohnehin überschuldeten Personen eingerichtet werden.


Copyright © 2009-2015 yamiza Finanzen und Versicherungen.
Datenschutz | Impressum